Das Brennholz richtig stapeln

Kaminöfen sind in den letzten Jahren wieder voll in Mode gekommen und kommen auch immer mehr in neu erbauten Häusern zum Einsatz. Im Winter muss jedoch genügend Holz vorhaben sein, damit es kuschelig warm ist. Bereits im Sommer oder spätestens im Herbst sollte sich deshalb um genügend Brennholz gekümmert werden. Wer sein Brennholz nicht teuer kaufen möchte, der kann sich selbst in den Wald begeben und ein eigenes Brennholz schlagen. Neben der richtigen Kettensäge sollte hier vor allem eine gültige Genehmigung bzw. ein Motorsägen Führerschein vorhanden sein.

Das geschlagene Holz kann nach dem Schlagen jedoch nicht sofort verwendet werden. Es muss erst trocken liegen und die restliche Feuchtigkeit verlieren, dies kann einige Jahre dauern. Deshalb empfiehlt es sich, frühzeitig mit der Arbeit zu beginnen. Gerade wer ein großes Haus hat, sollte mehrere Jahre im voraus denken und jedes Jahr rechtzeitig genug Holz sägen.

Ideal ist eine Lagerzeit von zwei bis drei Jahren. Danach kann das Brennholz problemlos verwendet werden und die natürliche Feuchtigkeit dürfte dahin sein. In der Zwischenzeit ist es jedoch wichtig, das frische Brennholz richtig zu lagern. Für das Lagern von Brennholz gibt es gewisse Tipps und Ratschläge die man beachten kann, damit es nicht fault oder gar porös wird.

 

 

Brennholz stapeln – der richtige Ort

Die Suche nach dem richtigen Lagerort kann gar nicht so einfach sein. Wer über einen kleinen Garten verfügt und sonst keinerlei Lagermöglichkeiten besitzt, zieht eventuell den Keller als Lagerort in Betracht. Jedoch ist der Keller kein geeigneter Ort. Damit das Holz ausreichend trocknen kann und nicht schimmelt, braucht das Holz eine reguläre Zirkulation von Luft.

Holz sollte deshalb draußen gestapelt werden, natürlich geschützt vor Wind Witterung. Eien wasserdichte Plane empfiehlt sich als Schutz. Dabei sollte die Plane jedoch nur von oben abdecken und das Holz nicht vollkommen umschließen. Das Holz kann so „atmen“.

Ebenso wichtig, wie der Schutz von oben, ist der passende Untergrund auf dem man das Holz lagert. Um die Bildung von Schimmel zu verhindern, sollte Holz ausschließlich an einem trockenen und windgeschützt Platz gelagert werden. Weicher Untergrund, wie zum Beispiel rasen ist nicht zu empfehlen. Ein Untergrund aus Stein oder alten Paletten ist ideal.

Am idealsten ist ein Holzunterstand. Dieser besitzt einen Boden aus Paletten, auf dem das Holz gestapelt werden kann, meist ein Wellblechdach und offene Seiten. So ist das Holz von oben gegen Regen geschützt, kann jedoch durch die offenen Seiten „atmen“ und in Ruhe trocknen.

 

Wichtige Tipps

Brennholz richtig stapeln 1Entscheidend für die Art des Stapels ist die Größe der Holzscheite. Je größer die Scheite, desto einfach lassen sie sich stapeln. Jedoch dürfen sie auch nicht zu groß sein, sonst passen sie später nicht mehr in den Ofen und müssen erneut zugeschnitten werden. Viele Heimwerker stapeln ihr Holz auf Meterlänge und schneiden dieses dann jährlich auf Ofen gerechte Stücke zu.

Der Vorteil von großen Scheiten liegt darin, dass Holz über die Oberfläche trocknet. Je größer die Oberfläche, desto schneller trocknet das Holz.

Tipp: Die erste Lage Holz wird von einer Seite der Paletten einfach längs hingelegt. Dann wird die zweite Reihe quer von hinten nach vorne auf die erste Reihe gelegt. Die folgenden Reihen werden dann wieder abwechselnd längs und quer abgelegt. So erreicht du eine möglichst große Oberfläche und ein schnelles Trocknen des Holzes.

Fast so wichtig, wie die richtige Holzlänge, ist ein stabiler Stand des Stapels. Der Herbst und Winter kann ganz schön windig sein, das sollte der Unterstand und das Holz abhaben können. Ungleichmäßige Holzscheite sollten beim Stapeln entsprechend ausgeglichen werden, damit der Holzstapel nicht zusammenbricht oder nach vorne weg kippt. Gegebenenfalls kann der Stapel mit Gurten abgesichert oder durch Begrenzungen in seiner Position gehalten werden.

Eine solche Begrenzung lässt sich schnell aus langen Holzstücken bauen. Sollten diese nicht zur Hand sein oder wird Wert auf einen besonders akkuraten Stand gelegt, gibt es im Fachhandel sogenannte Stapelhilfen. Diese sind meist in Größe und Höhe verstellbar und schaffen Sicherheit bei der Lagerung.

 

Kreativ das eigene Holz stapeln

Brennholz richtig stapeln 2Heutzutage ist so mancher nicht mit einem einfachen Holzstapel zufrieden, sondern möchte das Holz gerne dekorativ und ansprechend gebrauchen und somit in kreativer Weise stapeln. Beliebt ist zum Beispiel der sogenannte Rundstapel. Alles was man hierfür benötigt, ist eine rund zugeschnittene Plane.

Damit es nicht zu einer Ansammlung an Wasser auf der Plane kommt, sollten ein paar Löcher in die Plane gestochen werden. Empfehlenswert ist es Löcher im Abstand von 10 cm einzustechen. Danach kann das Holz im Kreis gestapelt werden – von innen nach außen. Dabei sollte sich das Holz ein wenig nach innen neigen, damit der Stapel stabil steht und nicht in sich zusammenbricht.

Eine andere kreative Möglichkeit ist, eine dekorative Holzwand mit verschiedenen Holzarten zu bauen. Diese besitzen alle eine andere Maserung und Farbe und bilden so tolle Kontraste. Für diese Art der Holzlagerung ist ein genauer Plan empfehlenswert. Gerade wenn das Holz nicht einfach wild gestapelt werden soll, sondern ein Bild ergeben soll. Diese Art ist deutlich zeitaufwendiger, als die normale Art der Holzlagerung.


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